|
|
|
Geschichte des Wasserballs im SV Münster von 1891
Zwei Epochen
Aus einer Studentenmannschaft um Manfred ("Manni") Hahn ging Ende der 60er Jahre der
leistungsorientierte Vereinswasserball in der SV Münster 91 hervor. Bis Anfang der 80er war
der Münsteraner Wasserballsport geprägt durch Routiniers wie Dieter ("Pluto") Buchbinder, Alfred Krause,
Dieter Micke und Hartmut Schüppler, die aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung als Bundesliga- und
Nationalspieler dem Wasserballsport in Münster ihren Stempel aufdrückten. Einer kleinen Durststrecke,
in der die Mannschaft zeitweise in der Verbandsliga spielte, folgten 1986 der Aufstieg in die Oberliga
und 1992 der Aufstieg in die Regionalliga. Diese zweite Epoche in den letzten 25 Jahren war bestimmt
durch den Münsteraner Nachwuchs, gepaart mit einem zunehmend professionellen Trainingseinsatz sowie
dem Engagement erfahrener Trainer. Nach den Trainern Harald ("Harry") Vornweg und Gerwin Reinink wurde
das Training von Hartmut Schüppler und in den letzten Jahren auch Kristian Royla fortgeführt.
Herausragende Persönlichkeit in der jüngeren Vergangenheit ist "Pluto" Buchbinder, der neben seiner
überragenden spielerischen Klasse als Trainer Verantwortung übernommen hat. Er hat den Wasserballsport
in Münster auch menschlich entscheidend geprägt. An sportlichen Erfolgen ist neben den Aufstiegen der
Herrenmannschaft der Deutsche Wasserballpokal 1994 zu nennen, bei dem die Amateurspieler der SV 91 den
haushohen Favoriten und Meisterschaftsanwärter SV Cannstatt in eigenem Becken mit 13:12 besiegen konnten.
Erst im Viertelfinale kam danach das Aus gegen den Bundesligisten Hannover.
|
Uni-Mannschaft
Eine traditionell gute Beziehung besteht seit Jahrzehnten zwischen der Mannschaft der
Universität Münster und den Vereinsmannschaften in Münster und dem Münsterland. Auf lokaler Ebene
im Münsterland rivalisierende Vereine entsandten zu den jährlich stattfindenden Deutschen
Hochschulmeisterschaften ihre spielstarken Studenten, um im nationalen Vergleich auf Titeljagd zu gehen,
was insgesamt elf mal den erhofften Titelgewinn brachte. Allein dreimal konnte in den letzten 25 Jahren
die Deutsche Hochschulmeisterschaft nach Münster geholt werden. In diesem Zusammenhang zu nennen ist
Ingo Stoltefuß, der über viele Jahre hinweg Leistungsträger der Uni-Mannschaft war. Hinzu kamen zahlreiche
Top-Platzierungen. Darüber hinaus hat die Universität durch ihr Lehr- und Breitensportangebot den
Wasserballsport in Münsters Studentenkreisen populär gemacht.
|
|
|
Damenwasserball
In den 80er Jahren wurde in Münster eine Damen-Wasserballmannschaft gegründet, die sich in
den folgenden Jahren in der höchsten und zweithöchsten Spielklasse etablieren konnte. Wesentlicher
Initiator und erfolgreicher Trainer dieser Mannschaft war mit Franz-Josef Post ein Leistungsträger
der 1. Herrenmannschaft. Grundstock der Mannschaft waren erfahrene zugezogene Spielerinnen sowie
vormalige Leistungsschwimmerinnen aus Münsteraner Vereinen. Fortgeführt wurde das Trainer-Engagement
1990 von Pluto Buchbinder und David Schüppler, ehe die Mannschaft später aufgrund fehlenden Nachwuchses
wieder vom Spielbetrieb abgemeldet werden mußte.
|
Drei Säulen des konstanten Erfolgs
Eine Grundlage des andauernden Erfolgs ist die Eigenschaft als Studentenstadt. Die durch ihr Studium
nach Münster kommenden Wasserballspieler haben sich immer wieder der Vereinsmannschaft der SV Münster 91
angeschlossen, verließen diese häufig nach ihrem Studium aber genau so schnell wieder. Ein weiteres
Standbein war die traditionell gute Jugendarbeit des Vereins, die immer wieder hoffnungsvolle
Nachwuchsspieler hervorgebracht hat. Nach Erfolgen Mitte der 80er Jahre, als die - heute noch in der
1. Mannschaft aktiven - Leistungsträger wie Pascal Royla, David Schüppler und Bernd Fels das Bild der
Jugendmannschaften prägten, sind die SV91-Jugendmannschaften im regionalen Wettstreit derzeit nicht
zu schlagen. Dritter Erfolgsfaktor war das konstante Leistungsniveau der Herrenmannschaften, wodurch
immer wieder starke Spieler von münsterländischen Vereinen auch langfristig an den Verein gebunden
werden konnten.
|
|
|