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Geschichte des Synchonschwimmens
"Ein Nereidenreigen zeigt in gefälliger Flut einen mit geradem Zahn drohenden Dreizack,
einen Anker. Man sieht ein Schiff, glaubt Ruder zu sehen und des Lakoner Gestirns
willkommenes Licht."
In solch bildreicher Sprache beschreibt Martial eine Kunstschwimmvorführung
der Antike. Wie der Sporthistoriker Erwin Mehl herausfand, fluteten die Römer ihre Amphitheater,
um einer großen Zuschauermenge den Genuß einer solchen Darbietung zu ermöglichen. Während mit
zunehmender Verbreitung des Christentums die Kritik an solchen Schauschwimmen zunahm - die
Schwimmerinnen waren nicht bekleidet - gerieten sie im Mittelalter in völlige Vergessenheit.
Im letzten Jahrhundert erst wurde das Reigenschwimmen in Amerika wiederentdeckt. Wie man es
in alten Filmen noch sehen kann, legten Diven in keuschen Badekostümen Bilder an die
Wasseroberfläche und durchkreuzten in kunstvollen Formationen die Schwimmbecken.
Mit der Verbreitung auf die Welt trat der sportliche Aspekt in den Vordergrund: die Phasen unter
Wasser wurden länger, Hebefiguren wurden komplizierter, die Gruppen verkleinerten sich.
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In den 80er Jahren wurde Synchronschwimmen olympische Disziplin. Anfangs allerdings nur für Solo und Duett.
Inzwischen gibt es vereinzelt auch männliche Synchros. Der Start auf Weltebene ist ihnen allerdings
momentan durch FINA-Regelungen untersagt.
Auch heute noch zählt die "Mutter des Synchronschwimmens" Amerika neben Kanada, Rußland und Japan
zu den erfolgreichsten Nationen in dieser Sportart. In Europa sind Frankreich, Spanien und Italien
den nördlichen Ländern voraus.
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